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Die Malfabrik produziert Kunst aus Malschablonen, die für Kinder gedacht und frei im Handel erhältlich sind. Diese werden seit ca. 1890 hergestellt und erlebten in den 1970er-Jahren ihre Blütezeit, als damals modernes Spielzeug in Plastikgestalt.
Die Sammlung der Malfabrik umfasst mittlerweile fast 4000 Schablonen aus allen Epochen: Von den ersten Pappschablonen aus der Kaiserzeit bis hin zur aktuellen Variante des Schablonenbuchs. [ zeige mehr ]
Die Malfabrik wurde 1995 in Hamburg von Konstantin Voit gegründet. Auf der Jahresausstellung der Hochschule für bildende Künste Hamburg wurde im Sommer 1996 der erste Block der Malfabrik präsentiert. [ Foto ]
Über die Jahre wurden mehrere Ideen aus dem ersten Block aufgegriffen und zu zehn Blöcken ausgearbeitet. Jeder Block umfasst zwischen 32 und 119 Bilder. Anfangs in DIN A4 bzw. DIN A3 produziert, hat sich das Format mittlerweile auf DIN A1 bzw. DIN A0 vergrößert. Neueste Ent-wicklung ist das Großformat (240 x 170 cm), das nicht mehr Sprayfarben, sondern Acrylfarbe auf Leinwand verarbeitet.
In der Malfabrik dient die Schablone als Filter vor den Ausdrucks-formen der abbildbaren Welt. Dem Künstler, der diese Formen-sprache übernimmt, stellt sich so nicht mehr die Frage "Was bilde ich ab?", sondern "Wie gehe ich mit den vorhandenen Daten um?".
Abb.: ALPHA, DIN A4, Öl/Spray auf Leinwand, 1995 (Malfabrik: 'Ur-Bild')
Rollover: Variation von ALPHA, DIN A4, Öl/Spray auf Leinwand, 1997
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