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Das System "1000 Blatt zur Ewigkeit", ein Ideenkatalog, der sich seit 1993 in einem Zustand permanenter Expansion befindet, ist Ausgangspunkt der Malfabrik. Im System werden grundlegende Fragen zu Bild und Bildmaterial, Systematik und Reihung sowie zur Person des Künstlers selbst bearbeitet.
Das System forscht nach den Grundbedingungen von Welt. Exemplarisch wird handelsübliches weißes Schreibpapier im DIN A4-Format befragt: sowohl seine physikalischen Eigenschaften wie auch die Eigenheit, als Ideenträger unmittelbare materielle Erscheinung menschlichen Denkens zu sein.
Zeichnerisch und schriftlich fixierte Gedanken werden dabei von Gegenständen ergänzt: Übersetzungen von Ideen in den dreidimensionalen Raum. Das numerische Verhältnis Blatt zu Objekt beträgt ca. 4:1. Jedes Element stützt das System durch einen eigenen Aspekt (z.B. eine Warntafel zur Sicherung des Systems vor Nässe).
Ausstellungen in privaten wie öffentlichen Räumen zeigen das System in den unterschiedlichen zeitlichen Stadien, in unterschiedlichen Konzentrationen (Großsystem, Kernsystem, Kern des Kernsystems) und in unterschiedlichen Präsentationsformen (Boden-/Tisch-Installation, Block-/Reihenbildung).
Einzelne Ideen des Systems werden aufgegriffen und ausgearbeitet. So auch der Gedanke einer möglichen malerischen Auseinandersetzung mit Kinder-Malschablonen: Symbolisch als Urschablone im System verankert, entwickelte er sich zu einer Sammlung von mehreren hundert Schablonen - und später zur Malfabrik.
Abb.: Kernsystem mit Urschablone (blau), Kampnagel K3, Hamburg 1996
Rollover: Urschablone "Lokomotiven A", DIN A4, Hartplastik, entdeckt 1993
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